Olympische Spiele in Innsbruck-Tirol 2026

  • Ende Juni wurde eine Machbarkeitsstudie als Grundlage für die Entscheidung über eine mögliche Bewerbung von Österreich mit Innsbruck/Tirol für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 der Öffentlichkeit präsentiert.

    Gerade für die Entwicklung und den Erfolg Tirols als führende Sport- und Urlaubsregion der Alpen waren und sind internationale Sportevents von herausragender Bedeutung. Der Aufschwung ab den 1950er Jahren wurde entscheidend von den Olympischen Winterspielen 1964 und 1976 und der damit verbundenen weltweiten Reputation getragen. So sind die Marken Innsbruck und Tirol zu international bekannten und beliebten Reisedestinationen gereift. Noch heute prägen Sportveranstaltungen und Weltmeisterschaften das Image des Landes – in diesem Sinne ist eine neuerliche Bewerbung für Olympische Spiele unter klar definierten regionalen Bedingungen eine große Chance, die gerade jetzt eine breite Unterstützung braucht.

    Die Grundsätze für Olympische Spiele 2026

    Ökologisch verantwortbar, sozial verträglich, wirtschaftlich tragfähig. Die Eckpunkte der Machbarkeitsstudie sollen aufzeigen, wie „Olympische Spiele mit Maß und Ziel“ in Tirol umsetzbar wären. Dabei analysierten die Experten den aktuellen Bestand und die vorhandenen Rahmenbedingungen und gingen nach dem Grundsatz vor: Nicht internationale Anforderungen erfüllen, sondern vorhandene Strukturen nützen und die lokalen Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen.

    Moderate Olympische Spiele

    Damit rückt ein möglicher „Tiroler Weg“ mit nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Olympischen und Paralympische Winterspielen 2026 und lokaler Verankerung in Innsbruck/Tirol in den Mittelpunkt. Olympia ist kein Infrastrukturprojekt, weil der Sport und der internationale Austausch im Fokus liegen. Erstmalig in der Geschichte der Olympischen Winterspiele sollen nur bestehende und etablierte Standorte genutzt werden.

    • Ganz Tirol soll profitieren
    Neben der medialen Berichterstattung und der damit verbundenen Werbewirkung für Tirol als führendes Tourismusland der Alpen würden viele Regionen quer durch das Land – etwa auch das Langlauf- und Biathlonzentrum in Obertilliach/Osttirol, die Axamer Lizum, etc. – von einem derartigen Großereignis profitieren.
    • Tirol ist bereits „olympiafit“
    Eine Verteilung der Wettbewerbe auf Tirols vorhandene und etablierte Sportstätten und Anlagen würde es ermöglichen, die Olympischen Winterspiele auszutragen, ohne neue Wettkampfanlagen zu errichten.
    • Reduzierte Kosten
    Mögliche Olympische Winterspiele in Tirol sollten beginnend mit der Planungsphase darauf ausgelegt werden, mit einem ausgeglichenen Budget ohne öffentliche Zuschüsse finanzierbar zu sein. Alle Kosten wurden konservativ kalkuliert, Ausgaben so weit wie möglich reduziert. Was nicht geht, geht nicht.
    • Umweltfreundlichkeit als Grundsatz
    Als Grundlage der Machbarkeitsstudie definierten die Studienautoren ein modernes Verständnis von Nachhaltigkeit und die Zielsetzung, dass das Konzept von Beginn an ökologisch verantwortbar, sozial verträglich und wirtschaftlich tragfähig sein muss. So müssten für die Austragung Olympischer und Paralympischer Winterspiele in Tirol keine Naturflächen zusätzlich beansprucht werden.
    • Im Land brennt das olympische Feuer
    Ähnlich wie bei den Wettkampfstätten wird auch bei der Unterbringung ein dezentrales Konzept forciert – die Athleten wohnen in ganz Tirol. Neben einem olympischen Zentrum in der „Host City“ Innsbruck sieht das Konzept auch Unterkünfte in den externen Austragungsorten („Host Mountain Resorts“) für Zuschauer, Athleten, Offizielle und Teile der Olympischen Familie vor. Das ganze Land Tirol würde Olympische Spiele mitgestalten.
    • Olympisches Dorf als sinnvolle Stadtentwicklung
    Laut der Studie werden nur 46 % der Athleten und Offiziellen (u.a. Betreuer) im zentralen Olympischen Dorf in Innsbruck untergebracht. Dafür soll das am Innsbrucker Frachtenbahnhof geplante Wohnbauprojekt umgesetzt werden. Dies soll eine nachhaltige Nutzung und langfristig leistbaren Wohnraum für die Bevölkerung sichern.
    • Nachhaltiges Verkehrskonzept
    Die kalkulierten Zuschauerkapazitäten sind an jene der Verkehrsinfrastruktur angepasst – nicht umgekehrt. Die Unterbringung der Athleten im ganzen Land reduziert das Verkehrsaufkommen bzw. den Transportbedarf. Bei der Auswahl der Wettkampfstätten wurden Standorte mit Schienenanbindung (wie z.B. St. Anton am Arlberg, Seefeld, Hochfilzen) bevorzugt.

    Auch das IOC will neue, schlankere Spiele
    Bei der 130. außerordentlichen IOC-Session in Lausanne wurde die Vereinfachung des Bewerbungsprozesses für die Olympischen Winterspiele 2026 einstimmig beschlossen. Eine Entscheidung, die von der Fachwelt als starkes Signal gewertet wird – für neue, schlankere Olympische Winterspiele wie in der Tiroler Machbarkeitsstudie vorgeschlagen. Gigantismus soll der Vergangenheit angehören. Alleine in Sotschi wurden 100 Millionen Dollar in den Bau einer Eisschnelllauf-Halle investiert. Das Konzept für eine mögliche Bewerbung von Innsbruck/Tirol ist völlig gegensätzlich und sieht demgegenüber die Nutzung bestehender Hallen vor – auch wenn diese wie in Inzell außerhalb der Landesgrenzen lägen.

    Warum Olympische Winterspiele in Innsbruck-Tirol?
    Tirol ist Sportland. Innsbruck hat bereits 1964 und 1976 bewiesen, dass es Olympische Spiele ausrichten kann. 50 Jahre später besteht erneut die Chance, der Welt zu zeigen, wie es besser geht und den Sport mit kompakten und nachhaltigen Spielen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Die Jugendspiel-Premiere 2012 in Innsbruck war ein erster Anstoß, wie künftige Spiele auch im Großformat aussehen könnten.

    Spiele mit Hausverstand bzw. Spiele zu Tiroler Bedingungen passen in die Gesamtstrategie von Innsbruck-Tirol. Es gibt aktuell eine Reihe von Vorhaben, die eine potentielle Bewerbung unterstützen: 
    • Erneuerte Sportstätten im Rahmen von Großereignissen (Biathlon-WM 2017 in Hochfilzen, Rodel-WM 2017 in Innsbruck-Igls, Nordische Ski-WM 2019 in Seefeld)
    • Bau von neuem und dringend benötigtem Wohnraum
    • Positionierung als Sportland und Sportstadt Nummer 1
    • Das IOC hat sich dazu bekannt, dass die Winterspiele 2026 reorganisiert werden, um auf die Wünsche der Kandidaten besser eingehen zu können bzw. die Kosten drastisch zu senken.
    Zudem können mit Olympischen Winterspielen die vorhandenen, modernen Sportstätten weiter genützt werden, sowie weitere Infrastrukturthemen wie Wohnraum vorangetrieben werden. Darüber hinaus konnte in den letzten Jahren viel Wissen und Kompetenz im Großveranstaltungsbereich gesammelt werden. Mit der innsbruck-tirol sports GmbH verfügen ÖOC, Land Tirol und Stadt Innsbruck über ein Unternehmen, das aus den Olympischen Jugendspielen 2012 in Innsbruck gewachsen ist und über viel Know-how in der Veranstaltungsabwicklung verfügt.

    Aufruf- Information und Unterstützer
    Information und Wissen entscheiden Voraussetzung für eine gut durchdachte Entscheidung ist die Bereitstellung von Information. Zahlen, Daten und Fakten rund um das Thema Olympia 2026 in Tirol werden laufend auf www.olympia2026.at präsentiert. Interessierten steht zudem die Möglichkeit offen, sich unter www.olympia2026.at/unterstuetzer/ als Unterstützer zu registrieren bzw. die eigene Meinung oder auch offene Fragen zu Tirols Bewerbung und zum Tiroler Olympia-Angebot kundzutun. Im September und Oktober wird es im Rahmen einer Olympia Roadshow auch Termine in allen Bezirken Tirols geben unter dem Motto „Olympia 2026 im Dialog“.

    Wir sollten zu den ersten Olympia-Botschaftern zählen und uns aktiv an der Meinungsbildung und der Vermittlung der Fakten beteiligen. Daher ist es wichtig, dass die Schwerpunkte der vorliegenden Machbarkeitsstudie weitergetragen werden!

    >www.olympia2026.at