Weltmeisterin Lorraine Huber beendet ihre Wettkampf-Karriere auf der Freeride World Tour

  • Profi-Freeriderin Lorraine Huber aus Lech am Arlberg kündigte heute ihren Rücktritt von der Freeride World Tour (FWT) an. Die Freeride World Tour ist eine Eventserie aus fünf Bewerben, bei denen die weltbesten Freerider der Disziplinen Ski- und Snowboard um den Gesamt-Weltmeistertitel kämpfen.

    „Ich hatte 8 intensive und unvergessliche Jahre auf der Tour und freue mich sehr, meine Wettkampf-Karriere auf einem Höhepunkt beenden zu können“, sagt die 38-jährige Lecherin über ihre Entscheidung.

    Huber, die seit 2011 als Kaderathletin des Olympiazentrums Vorarlberg in Dornbirn erfolgreich betreut wurde, beendet ihre aktive Wettkampfkarriere nach der Wintersaison 2018 mit zwei ihrer besten Läufe auf der Freeride World Tour überhaupt: einen ersten Platz beim Tour-Stopp in Fieberbrunn in Tirol, gefolgt von einem zweiten Platz beim Finale, dem Xtreme Verbier in der Schweiz. In der vorangegangenen Saison 2017 erreichte Huber ihr ganz großes Ziel und wurde zur Freeride-Weltmeisterin gekrönt. Drei Jahre zuvor im Winter 2014 wurde sie Vizeweltmeisterin. Lorraine Huber wurde zur Vorarlberger Sportlerin des Jahres 2017 ernannt und erhielt außerdem für ihre sportlichen Leistungen das goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg, den goldenen Ehrenring der Gemeinde Lech, sowie den „Goldenen Arlenzweig“, die höchste Auszeichnung des renommierten Ski-Club Arlberg.

    "Lorraine Huber ist eine der besten Skifahrerinnen, die wir auf der Tour gesehen haben. Sie gewann einen Weltmeistertitel und zeigte eine der stärksten Persönlichkeiten mit großem Engagement für ihren Sport. Lorraine war ein wichtiger Akteur in der Entwicklung des Sports, sie hat ihre Leidenschaft geteilt und ist nun bereit, ihre Erfahrung an zukünftige Generationen weiterzugeben, was fantastisch ist. Danke Lorraine!", sagt Nicolas Hale-Woods, Generaldirektor der Freeride World Tour.

    Obwohl Huber sich aus der Freeride World Tour zurückzieht, bedeutet dies keineswegs, dass sie ihre Karriere als Profi-Freeriderin beenden wird. Sie wird im Freeride-Sport aktiv bleiben: „Ich möchte während den nächsten Jahren mein Können sowie mein Wissen im Freeride-Sport an die jüngere Generation weitergeben, besonders die Förderung von Mädchen und Frauen liegt mir sehr am Herzen. In diesem Sinne plane ich meine Freeride-Camps für Frauen, die Women’s Progression Days in Lech am Arlberg, auszubauen. Weiteres werde ich mit der Umsetzung von ausgesuchten Ski-Filmprojekten beschäftigt sein. Mein nächstes großes Ziel ist der Abschluss meines Masterstudiums in Mentalcoaching an der Universität Salzburg. Danach werde ich unter anderem AthletInnen auch im mentalen Bereich professionell betreuen können“.